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Hanika Konzertgitarren

Helmut Hanika Helmut Hanika

Die Geschichte der Hanika Gitarrenwerkstatt begann Mitte des letzten Jahrhunderts in der deutschen Stadt Schönbach/Eger (heute in Tschechien). Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1946 zog der damals bekannte deutsche Geigenbauer Anton Meyer zu seiner Familie in die bayerische Stadt Baiersdorf. Sein Onkel, Helmut Hanika, besaß ein Musikgeschäft und verkaufte erfolgreich Jazz- und Konzertgitarren.

Zu dieser Zeit waren amerikanische Militäreinheiten in Baiersdorf stationiert, und amerikanische Radiosender spielten moderne Melodien, was den Geschmack sowohl der Zuhörer als auch der jungen Musiker stark beeinflusste. Die Verwandten schlossen sich zusammen und gründeten 1953 offiziell eine Gitarrenmanufaktur. Die ersten handgefertigten klassischen Gitarren dieser Zeit trugen das Etikett Soli. Erst 1966 begann Helmut Hanika, Gitarren unter seinem eigenen Namen — "Hanika" — herzustellen.

Im Jahr 1989 ging die Leitung der Werkstatt in die Hände von Helmuts Sohn — Armin Hanika — über. Armin hatte die Geheimnisse des Gitarrenbaus von Kindesbeinen an erlernt und sein Handwerk in Spanien und Deutschland studiert.

Armin Hanika und Pavel Dudenkov Armin Hanika und Pavel Dudenkov

Die Intensivierung der Produktion und die Einführung moderner Technologien waren für deutsche Handwerker schon immer Tradition. In der Werkstatt werden hochpräzise Maschinen eingesetzt, die von den Hanika-Meistern selbst entwickelt und konstruiert wurden. Sie setzen mutig moderne Technologien ein, ohne die traditionelle Referenzqualität zu beeinträchtigen.

Hanika Gitarren in der Produktion Hanika Gitarren im Produktionsprozess

Hanika Gitarren werden ausschließlich aus Massivholz gefertigt, das strenge Auswahlzyklen durchläuft. Die Holzbeschaffung erfolgt direkt in Deutschland. Stämme aus Brasilien, Indien, Australien, Kanada, Serbien und Italien kommen nach Deutschland, wo sie nach dem Zuschnitt sortiert, gelagert und unter natürlichen Bedingungen mindestens 5-6 Jahre getrocknet werden.

Hanika Holzlager Im Tonholzlager der Hanika-Manufaktur

Alle Hanika Gitarrenmodelle sind in 4 Klassen unterteilt: Basis-Klasse, Mittelklasse, Oberklasse und Meister-Klasse. Bei Gitarren der Basis- und Mittelklasse werden die meisten groben Arbeitsschritte von Maschinen übernommen. Die Anlagen sind nicht robotergesteuert; alles geschieht unter strenger Aufsicht eines Gitarrenbauers, aber die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht sich enorm. Einige maschinelle Arbeitsschritte sind sogar präziser als menschliche Hände (Toleranzen im Mikrometerbereich), wodurch mathematische Fehler vermieden werden, die Intonation und Akustik beeinflussen könnten.

Armin Hanika scherzt darüber: „Wahrscheinlich sind chinesische Gitarren 'echte Handarbeit'. Dort arbeiten die Menschen an veralteten Maschinen, schaffen es aber, eine riesige Menge an Gitarren zu produzieren, weshalb die Qualität leidet, auch wenn alle deren technologisches Wachstum bewundern.“

Maschinen in der Hanika Werkstatt Hochpräzise Ausrüstung in der Hanika Werkstatt

Zum Einsatz kommen Fräs- und Schleifmaschinen sowie eine von Helmut Hanika persönlich konstruierte Thermopresse für die Zargen. Nach dem Auftragen des Grundlacks werden die Gitarren in speziellen UV-Kammern bei normaler Raumtemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45%-50% getrocknet. Diese Methode beschleunigt die Trocknung extrem, ohne die Holzstruktur zu zerstören und bewahrt die akustischen Eigenschaften des Instruments.

Gitarrenbauer leimt Reifchen Der Gitarrenbauer sichert die Resonanzdecke von innen

Gitarren der Ober- und Meisterklasse werden traditionell und vollständig von Hand gebaut. Bei ihrer Konstruktion werden individuelle Kundenwünsche berücksichtigt: Halsform, Sattelhöhe, Rosetteneinlage und Kopfplattendesign können angepasst werden. Sie können sogar eine 7-saitige Gitarre bestellen. Meisterklasse-Gitarren werden von Armin Hanika persönlich gebaut. Die Decke solcher Gitarren wird traditionell per Hand mit Schellack (French Polish) veredelt.

Armin Hanika mit Gitarre Armin Hanika mit einer Gitarre während der Montage

Die Marke Hanika wird stark mit dem Attribut "Deutsche Qualität" in Verbindung gebracht. Alle Gitarren sind so stabil und makellos gefertigt, dass der Käufer nicht aus zehn identischen Modellen ein "gutes" Instrument heraussuchen muss. Leider lässt sich das von vielen modernen Fabriken, einschließlich einiger bekannter spanischer Hersteller, nicht behaupten.

Saiten aufziehen Letzter Schritt: Saiten aufziehen und Setup

Seit Dezember 2012 ist Elcoda offizieller Distributor und exklusiver Vertreter der Marke Hanika Gitarren. Trotz des extrem hohen Qualitätsstandards der Hanika-Gitarren empfehlen wir Ihnen, sich vor dem Kauf mit uns in Verbindung zu setzen. Sie haben die Möglichkeit, konstruktive Änderungen je nach Ihren physiologischen Bedürfnissen vorab zu besprechen und vornehmen zu lassen: Saitenlage, Halsbreite und -profil, Mensur (sogar mit individueller Saitenkompensation) oder den Einbau eines Tonabnehmers.

Wie wählt man eine Hanika Gitarre aus?

  • Studieren Sie sorgfältig die gesamte Hanika Gitarren-Reihe. Legen Sie Ihr Budget fest. Je teurer die Gitarre, desto seltenere Materialien werden verwendet und desto mehr Handarbeit fließt in ihre Herstellung.
  • Achten Sie auf die Bezeichnungen: Die Buchstaben stehen für die Holzarten, aus denen der Korpus gebaut wird. Zum Beispiel: C – Zeder, F – Fichte (für die Decke); P – Palisander, M – Mahagoni, A – Ahorn, K – Zypresse (für Boden und Zargen).
  • Das Holz beeinflusst direkt Klangfarbe und Toncharakter. Auf unserer Website finden Sie Audio- und Videoclips, um den Klang verschiedener Modelle zu vergleichen.

Für eine professionelle Beratung kontaktieren Sie uns bitte. Wenn Ihre Wahl bereits feststeht, legen Sie das Produkt einfach in den Warenkorb. Ihre Bestellung wird direkt an die Werkstatt in Deutschland weitergeleitet, und Ihre Hanika Gitarre wird in 2 bis 6 Wochen (je nach Komplexität des Modells) speziell für Sie gebaut.

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