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Klarinetten deutscher Bauart und Böhm-System-Klarinetten.

Die Klarinette ist ein äußerst verbreitetes Instrument, das aus der Sinfoniemusik, dem Jazz und vielen Solosektoren nicht wegzudenken ist. In ihrer über 300-jährigen Geschichte wurde die Klarinette von zahlreichen Meistern und Musikern stetig weiterentwickelt.

Der wichtigste Unterschied bei den gängigen Klarinetten liegt in den verschiedenen Klappensystemen. Die verbreitetsten Systeme sind das französische System (Böhm-System) und das deutsche System (Oehler-System oder Wiener System).

Das deutsche System leitet sich von der traditionellen historischen Griffweise ab, wie sie bereits zu Mozarts Zeiten üblich war. Maßgebliche Innovationen stammen von Iwan Müller, der 13 luftdichte Klappen und Lederpolster einführte, sowie von Oscar Oehler. Oehler erweiterte die Mechanik auf bis zu 28 Klappen, was dieses System bis zur Erfindung des Böhm-Systems zum absoluten Standard machte.

Das Böhm-System basiert auf den revolutionären Entwicklungen für die Flöte von Theobald Böhm und wurde von Hyacinthe Klosé für die Klarinette adaptiert. Durch die Einführung von Ringklappen und einer neuen Mechanik für die kleinen Finger ermöglichte das Böhm-System eine größere Virtuosität. Zudem hat die französische Klarinette ein breiteres Mundstück, was einen flexibleren und obertonreicheren Klang erzeugt.

Klarinetten. Deutsches System und Böhm-System im Vergleich

Heutzutage haben Böhm-Klarinetten weltweit die größte Verbreitung gefunden. Deutsche Klarinetten werden traditionell für das klassische Repertoire in Deutschland und Österreich bevorzugt, finden aber auch in der Volksmusik der Türkei, Israels und der Kaukasusregion häufig Verwendung.