Das Tenorhorn (Tenor) ist ein weitmensuriertes Blechblasinstrument aus der Familie der Bügelhörner (Saxhörner). Die Grundstimmung ist B (Bb). Der nominale Tonumfang eines Tenorhorns mit drei Ventilen reicht vom E (große Oktave) bis zum b1 (eingestrichene Oktave). Erfahrene Musiker können Töne erreichen, die mindestens eine Terz höher liegen. Ein viertes Quartventil senkt den Ton um eine weitere Quarte.
Die moderne englische Bezeichnung für das Tenorhorn lautet Tenor/Baritone in B-flat. Das Instrument ähnelt einem etwa zweifach vergrößerten Bb-Flügelhorn. Über den Ursprung des Instruments wird seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestritten; bis heute ist man sich nicht einig, ob der belgische Meister Adolphe Sax oder der deutsche Meister Michael Saurle sein Erfinder war.
In jedem Fall tauchten die ersten Tenorhörner bereits 1847 in Militärkapellen auf. Sie schlossen die bestehende Lücke in der Klangmischung des Blasorchesters zwischen den tiefen Tuben und den tiefen Eb-Trompeten und ersetzten verschiedene Ophikleiden (ein Blechblasinstrument aus der Familie der Klappenhörner, das äußerlich dem Fagott ähnelte).
Das Tenorhorn erinnert optisch an seinen tieferen „Bruder“ – das Bariton. Die Mensurlänge beider Instrumente ist fast identisch, doch das Tenorhorn hat eine engere Bohrung und eine weniger konische Form. Dadurch lassen sich die hohen Töne leichter anspielen. Im oberen Register wirkt der Klang im Vergleich zum Bariton härter und schärfer, aber auch klarer und reiner. Die Stimmen werden im Violinschlüssel in B notiert.
Das moderne Tenorhorn gibt es in verschiedenen Bauformen:
