Das Althorn (Es-Althorn) ist ein Blechblasinstrument mit weiter Mensur aus der Familie der Saxhörner. Die Grundstimmung des Althorns ist Es (Eb). Der nominale Tonumfang reicht vom großen A bis zum zweigestrichenen Es; erfahrene Musiker können Töne bis zu einer Terz darüber hinaus erzeugen.
Das Althorn wird international unterschiedlich bezeichnet. In Amerika nennt man es Alto Horn, in Großbritannien hingegen Tenor Horn. In Frankreich wird es gelegentlich Saxhorn oder Picotte genannt, während in Italien die Bezeichnung Genis gebräuchlich ist.

Das erste Althorn wurde vom belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax entwickelt und 1840 patentiert. Sax patentierte zwei ähnliche Instrumente unter den Namen Saxhorn und Saxtromba. Das moderne Althorn entspricht in seinen Durchmessern eher der Saxtromba-Beschreibung. Unstimmigkeiten in der ursprünglichen Patentbeschreibung führten über Jahrzehnte zu Verwechslungen zwischen den Begriffen Tenorhorn und Althorn. Das heutige Althorn besitzt eine weite Bohrung, die der ursprünglichen Saxhorn-Definition näherkommt.
Das Althorn besitzt ein überwiegend konisches Mundrohr, ähnlich dem Euphonium oder dem Flügelhorn. Es wird mit einem tiefen, kesselförmigen Mundstück gespielt. Diese Kombination ermöglicht einen weichen, runden Klang, der im Orchester als Mittelstimme dient und die Lücke zwischen Trompeten/Kornetten und den tieferen Bassinstrumenten wie Posaune oder Tuba schließt.
Moderne Althörner gibt es in verschiedenen Bauformen. Die gebräuchlichste Form ähnelt einer kleinen Tuba mit nach oben gerichtetem Schallbecher. In Europa wird für Solostücke oft die Kornett-Form (ähnlich einem großen Flügelhorn) mit nach vorne gerichtetem Schallstück bevorzugt.
Die tschechische Firma Cerveny fertigt seit 1852 Althörner mit Zylinderventilen, darunter auch ovale Modelle. Bedeutende Innovationen in der Leistungsfähigkeit des Instruments wurden von Besson und Yamaha erzielt. Die aktuellen Flaggschiffe sind die Modelle Besson Sovereign und Yamaha Maestro.