Das Baritonhorn (Bariton) ist ein Blechblasinstrument mit weiter Mensur aus der Familie der Saxhörner. Die Grundstimmung des Baritonhorns ist B (Bb). Der nominale Tonumfang eines dreiventiligen Baritons reicht vom großen E bis zum eingestrichenen b. Das Bariton besitzt ein volles, weiches Timbre und erzeugt sehr gesangliche Klänge.
In verschiedenen Sprachen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: Italienisch - barytono, Französisch – Saxhorn baryton, Englisch – Baritone horn, manchmal Euphonium, Deutsch – Bariton, Baryton oder Baritonhorn.
Das Baritonhorn oder Bariton gilt zu Recht als die am weitesten entwickelte Form der weitmensurierten Instrumente. Die harmonische Abstimmung von Rohrverlauf, Mensur und Mundstück sowie das Verhältnis von Luftverbrauch und natürlichem Atemvolumen tragen zur hervorragenden Sättigung, Wärme und Ausdruckskraft des Baritonklangs bei.
Das Bariton unterscheidet sich vom Tenorhorn durch seine größere Bauart. Das Bariton ist konischer geformt und weist größere Bohrungsdurchmesser auf. Das Verhältnis zwischen den Mensuren von Tenorhorn und Bariton lässt sich mit dem Verhältnis von Kornett und Flügelhorn vergleichen.
Die überwiegende Mehrheit der Baritone ist heute mit 4 Ventilen ausgestattet. Das Quartventil vertieft die Naturtonreihe des Instruments um eine reine Quarte. Zudem lassen sich mit dem vierten Ventil Intonationsmängel bei bestimmten Tönen durch alternative Griffkombinationen korrigieren.
Im Gegensatz zum Tenorhorn wurden Baritonstimmen traditionell im Bassschlüssel notiert. Heute wird das Bariton jedoch häufig im Violinschlüssel notiert (besonders in Deutschland und der Schweiz). Im Zusammenspiel mit Posaunen werden die Stimmen üblicherweise im Bassschlüssel geschrieben.
Baritone werden in ovaler oder gerader Bauform gefertigt. Eine spezielle solistische Form mit nach vorne gerichtetem Schallbecher wird als Bellfront-Bariton bezeichnet.